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Kenneth Arnolds Sichtung: Wenn von fliegenden Untertassen die Rede ist, bezieht sich dies auf eine Äußerung des Piloten Kenneth Arnold aus dem Jahre 1947. Was war passiert? Auf der Suche nach einem C-46 Marinetransportflugzeug, welches zuvor in der Gegend von Mount Rainier abgestürzt war und auf dessen Auffindung eine Belohnung von $ 5000 stand, bemerkte er plötzlich einen hellen Schein auf seiner Maschine. Die Quelle dafür konnte er nicht lokalisieren. Er spekulierte darüber, ob der Schein von einer P-51 Mustang käme, dem damals stärksten amerikanischen Flieger. ![]() Kurz darauf kursierten die wildesten Spekulationen, was Arnold gesehen hatte eine davon war, dass es sich um ausserirdische Raumschiffe handeln sollte. Er selbst glaubte an eine neue Spezies, die in der Atmosphäre leben würde. Der Roswell-Zwischenfall: Wenige Tage später erfolgten ständig Meldungen über Sichtungen von fliegenden Scheiben in der ganzen USA. Einer der bedeutendsten Fälle ereignete sich im Zeitraum ab dem 2 Juli 1947, also nur acht Tage nach der Kenneth Arnold Sichtung und spaltet bis heute die Meinungen. Es handelt sich um den sogenannten Roswell-Zwischenfall, da er sich in der Nähe gleichnamiger Kleinstadt in New Mexiko ereignet haben soll. ![]() ![]() Kurze Zusammenfassung: Die meisten Autoren sind sich einig, dass vor dem 7. Juli ein Trümmerfeld durch den Farmer Brazel entdeckt worden ist. Der Nachrichtenoffizier Marcel war einer der ersten, der die Bruchstücke zu sehen bekam. Am 8. Juli fand die Säuberungsaktion durch das Militär statt. Eine zuerst ausgegebene offizielle Mitteilung über das auffinden einer fliegenden Untertasse wurde am Abend zurückgenommen. Es war nur ein Wetterballon. Das Problem für viele Autoren ist, dass der Zwischenfall im Jahre 1947 keinen großen Anstoß nahm und erst Jahrzehnte später, von Charles Berlitz, William Moore, Stanton Friedman, Kevin Randle sowie Don Schmitt aufgerollt wurde. D.h. viele Zeugenaussagen wurden erst Jahre später aufgezeichnet. Sonstiges Geschehen und Zeugenaussagen im Zusammenhang mit dem Roswell-Zwischenfall: Die Wrackteile, sollen zur Wright Field Air Force Base in Dayton (Ohio) gebracht worden sein. Glenn Dennis, ein lokaler Bestatter bezeugte, am Abend des 8. Juli 1947, eine Anfrage für luftdicht verschließbare Kindersärge durch die Roswell AFB erhalten zu haben (Hesemann, S. 329). Dennis will auch mit einer befreundeten Krankenschwester auf der Basis geredet haben, die ihm von kleinen grauen Wesen berichtete. Sie sollen vier Finger gehabt haben und große Augen... Seine befreundete Krankenschwester soll seitdem verschwunden sein. Es sollen auch Zeugen für die Leichen existieren, ehemalige Armeeangehörige, die diese bewacht haben wollen. In einem Interview von 1979 beschrieb Major Marcel nochmals die Eigenschaften der Bruchstücke und blieb bei seiner Behauptung es handle sich keinesfalls um einen Wetterballon sonst ihm bekannte Teile von einem Fluggerät. Die Bruchstücke konnten nicht entflammt werden und es war nicht möglich sie dauerhaft zu verbiegen, obwohl er folienalartig war. Selbst die Bearbeitung mit einem Vorschlaghammer brachte keinen wesentlichen Erfolg, so Marcel. 1994 gab die Air Force eine Stellungnahme zu dem Roswellvorfall heraus. Sie bestätigte, dass es sich nicht um einen Wetterballon gehandelt hatte sondern um einen Ballon aus dem streng geheimen Projekt "Mogul". Das Projekt versuchte durch Untersuchungen der oberen Atmosphäre herauszufinden, ob Russland über Atomwaffen verfügt (Wir befinden uns im Jahre 1947; bis dato war die USA einzige Atomwaffenmacht). Es wurden Unterlagen gefunden, die bestätigen, dass am 3.Juli 1947 Ballone von Projekt Mogul gestartet wurden. Sie hatten ein ca. sieben Kilogramm schweres Messinstrument dabei. Es gibt noch viele weitere Informationen zum Roswell Zwischenfall, die ich an anderer Stelle oder gar nicht behandel. Z.B. Der Santilli Film. Stellungnahme des Autors: Über den Roswell-Zwischenfall existieren so viele Darstellungen wie Bücher. Was den Fall vielleicht einzigartig macht ist die Tatsache, dass auch nach Jahren, Jesse Marcel bei der Behauptung der Eigenschaften der Bruchstücke blieb, obwohl er später auch mit dem Projekt Mogul in Berührung kam. Zum Zeitpunkt der Aussage also über moderne Erfindungen wie Alufolie, Plastik etc. Bescheid wußte. Auch sein Sohn, der ebenfalls Bruchstücke durch seinen Vater gezeigt bekommen haben will, bestätigt die merkwürdigen Eigenschaften dieser und die Schriftzeichen. Werder er noch sein Vater haben jemals eine "Untertasse" gesehen, noch Leichen der Besatzung. Viele Dinge für sich gesprochen, halte ich für falsch. So soll Sheriff Wilcox seiner Frau von den Leichen erzählt haben und die wiedrum ihrer Enkelin, die das wiederum in einem Interview erzählte. Wilcox war aber wahrscheinlich nie an der Stelle wo das angebliche Ufo lag, denn werder Brazel noch Marcel haben es jemals gesehen, bzw davon berichtet. Die Lösungsmöglichkeiten bieten unvoreingenommen nur einen logischen Schluss zu. Ein Objekt, verlor Bruchstücke, und dieses Objekt muß groß gewesen sein, da die Fundstelle sich über ca. 400 Meter Länge und 100 Meter Breite erstreckte. Aufgrund der Eigenschaften der Bruchstücke muß angenommen werden, dass es nicht auf der Erde bekannt war und auch heute ist. Letzendlich also nicht von hier stammt. Was spricht dagegen? Was passiert mit jemanden, der etwas entdeckt, dass zu diesem Zeitpunkt auf der Welt einzigartig ist und erst Jahre später dazu nochmals befragt wird? Ein so außergewöhliches Ereignis wird natürlich behalten und später auch noch in den richtigen Kontext gefügt. Nicht weil man die Wahrheit nicht zugebenn will, dass es vielleicht damals außergewöhnlich war und heute banal, sondern weil unser Gehirn es so verarbeitet. Es gibt das sogenannte "Flash-Bulb" Phänomen. Außergewöhnliche Ereignisse lassen uns ganz genau daran erinnern was zu diesem Zeitpunkt geschah (bzw. wir glauben das). Nehmen wir den 11. September 2001. An diesem Tag wurde das World Trade Center in New York von entführten Flugzeugen zerstört und auch noch andere Gebäude in den USA von entführten Passagierflugzeugen "angegriffen". Viele werden sich erinnern wo sie zu diesem Zeitpunkt waren und was sie genau gemacht haben. Ich kam gerade vom Fliegen und fuhr im Bus mit den Kollegen über das Rollfeld als uns der Kapitän davon berichtete, dass ein Passagierjet einen der beiden Türme getroffen hatte. Im Crewraum sah ich dann die Bilder im Fernsehen und das zweite Flugzeug einschlagen. Ähnliche Ereignisse sind das JFK-Attentat oder der Tod von Prinzessin Diana. Forschungen in diesem Bereich legen Nahe, dass mit der Zeit zwar der Ort an dem wir waren erinnert wird, die Details der Umstände, aber über die Jahre verblassen bzw. falsch wiedergegeben werden. Ich weiß nicht mehr was für ein Wetter war etc. Wenn sich also jemand erinnert und felsenfest davon überzeugt ist, dass das was er damals gesehen hat nicht auf irdische Weise hergestellt gewesen sein konnte, wird er es heute auch noch sagen, weil das die zentrale Erinnerung ist. Ob dies auf den Roswell-Zwischenfall zutreffen könnte oder nicht, muß jeder selber entscheiden, solange die USA nicht mit dem Wrack herauskommt ;). Literatur: Brookesmith, P. (1995). UFO - the complete sighting catalogue, London: Cassel plc. Hesemann, M. (?). Geheimsache U.F.O. [3. Auflage], Augsburg: Silberschnur. Lammer, H., Sidla, O. (1995) UFO Geheimhaltung, München: Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH. |